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Die Legende von Tirrenide

 

Unter den faszinierendsten Legenden erzählen wir Ihnen gerne von dem Mythos von Tirrenide, einem alten Kontinent, von dem viele Geologen annehmen, dass er im Erdmittelalter gebildet wurde, das im westlichen Mittelmeer dem heutigen Tyrrhenischen Meer lokalisiert ist.

Am Anfang der Welt wird gesagt, dass unter den Ländern ein Gebiet namens Tirrenide war. Es war ein wahrer Kontinent, ein großes irdisches Paradies, bedeckt von dichter und üppiger Vegetation, bewohnt von Landtieren, Vögeln und von einem kräftigen und stolzen Volk.

Plötzlich jedoch bringt eine große Katastrophe, welche die Legende dem Zorn Gottes zuschreiben will, die Natur und die Lebewesen von Tirrenide durcheinander. Alles begann mit einem dumpfen Zittern der Erde, das in einem schrecklichen Erdbeben ausbrach das sich mit unvorstellbarem Gebrüll über die ganze Erde ausbreitete, gigantische Wellen bildeten sich und schleuderten an die Küsten, bis sie die höchsten Gipfel erreichten; das Meer, stürmisch und schrecklich, unkontrollierbar überflutete es den Kontinent mit immenser Wut.

Auch Tirrenide wurde von der schockierenden Wut der Gewässer nicht verschont; die Küsten, die fruchtbaren Ebenen, die Hügel und die Berge wurden von den unglaublich hohen Wellen überflutet. Das Land war dabei, in der Tiefe zu verschwinden, als Gott seinen Zorn besänftigte und mit gebrochenem Herzen aus rief: O unglückliche Leute! Welche Ausrottung brachte meine Wut!

Ein kleiner Teil der Erde war jedoch noch nicht völlig versunken, da stellte Gott seinen Fuß darauf um ihn so festzuhalten, bevor das Meer ihn völlig verschlingt.

Von diesem Moment an war dieser einsame Abdruck in der Mitte des Meeres das Einzige, was vom großen tyrrhenischen Kontinent übriggeblieben war. Dieses Land wurde zunächst mit dem Namen Ichnusa, was „Fußabdruck“ bedeutet, erwähnt, später aber wurde der Name durch mehrere Passagen geändert zum heutigen Sardinien.

Die Überlebenden, die dieser Katastrophe entkommen waren, landeten auf ICHNUSA. Es hatte die Eigenschaften ihres Kontinents erhalten, die auf eine absolut treue Weise, intakt gehalten wurden; so sehr, dass die Überlebenden, die sicher an ihre Ufer zurückgekehrt waren, den Eindruck hatten, nach Hause zurückzukehren um ihre Tirrenide zu sehen, wenn auch ein bisschen kleiner.

Die Erinnerung an diese erschreckende Erfahrung hatte jedoch eine unauslöschliche Spur in ihren Herzen hinterlassen: ein Abdruck von intensiver Melancholie, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde und die wir heute noch oft im Herzen des sardischen Volkes finden.

Eine Melancholie, die wir im liebenden und ergreifenden Schlaflied einer Mutter, im einsamen Hirtengesang, in den Harmonien der Tänze und in der feierlichen Intensität der Parteien finden; sowie im alten Kulturerbe, die Traditionen, Sitten und Legenden; eine Melancholie, die die Seele des sardischen Volkes atmet und die, obwohl sie zurückhaltend und verdächtig erscheint, sich als höflich und einladend für diejenigen erweist, die sie entdecken und verstehen können.